Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Rennleitung 110 und andere

Ein link zu mehr Sicherheit und eines der besten Projekte, das ich kenne:

Rennleitung 110

 

 

 

 

Schwachköpfe ?

 

Manche Internet – Foren sind eine unerschöpfliche Quelle, zum Teil leider auch des ultimativen Schwachsinns. Neuester Trend ist, sich im posten von möglichst bescheuerten Videos auf youtube gegenseitig zu überbieten, ich nehme mal eines als Beispiel, welches ein Forumsmitglied des „Motor-Talk Bikertreff“  „empfohlen“ hat.

Diese „Empfehlung“ schaue ich mir mal genauer an.

z.B. der „Knieschleifer“ bei 0:52. Wenig überlegt auf einer Landstraße, auf der auch mal ein Steinchen liegen kann. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dann nicht nur das Knie im Eimer, der Schleifheini macht wohl auch noch den Abflug.

Rennstrecken werden vorher abgefegt, liegt etwas rum, steht da ein Streckenposten. Das vergessen diese Leute gerne, die das auf öffentlichen Straßen nachahmen wollen.

Bei 1:00 sehen wir einen SuMo - Piloten in einer Situation, in der man auf 200 m nicht mehr reagieren kann, wenn z.B. der entgegenkommende PKW das Motorrad, dessen Scheinwerfer in den Himmel ragt und nicht sichtbar ist, übersieht und links abbiegt.

Das gibt einen dumpfen Knall und von SuMo und Fahrer bleiben nur noch kleinere Stücke übrig. Das ist Russisches Roulette. Wie bei Bernd (35)

Bei 1:10 sieht man einen Superbike-Piloten, ebenfalls auf öffentlicher Strecke, der an der fahrphysikalischen Grenze die Kurve auch noch falsch anfährt und dem Herrgott dankbar sein muss, dass der Radfahrer neben und nicht im Fahrstreifen fährt, oder er auf zwei Radler trifft, die nebeneinander fahren. Oder einen Traktor. Dann ist aus die Maus.

Bei 1:17 fährt einer auf dem Hinterrad an einem Wohngebäude, das direkt an die Straße grenzt, vorbei. Ja gehts noch ? Wie dumm muss man denn sein? Der entgegenkommende Postbus zieht zu seinem Glück nochmals nach rechts, sonst steckt er frontal drin. Das würde auch der Fahrer des Post-T5 vermutlich nicht überleben.

Da man die Situation auch noch aus der Perspektive des Vorausfahrenden sieht, habe ich zwei Bilder gesnipt, die ich „Idiot 1“ und „Idiot 2“ genannt habe, da wird das sehr deutlich, dass „Idiot“ sein Leben dem Fahrer des Postbusses verdankt:

 

 

Bei 1:38 sehen wir einen GSX-R - Fahrer, dem das Hinterrad wegbricht, weil er die Kurve überreizt. Der clevere Filmschnipsler hat genau da geschnitten. Ich sehe das trotzdem.

Bei 1:49 sieht man die Schnittstelle des von ... empfohlenen Videos zu Bernd (35), dessen trauriges Ende weiter unten nachzulesen ist: "Knieschleifer aus Überzeugung". Auch Bernd gehörte zu den "Knieschleifern".

Bei 1:54 packt sich einer der Protagonisten folgerichtig auf’s Maul, manche sind sogar noch stolz darauf, dass sie es mehrfach geschafft haben, ohne sich ernsthaft zu verletzen.  Irgendwann geht’s eben schief und dann kann man über die Leute in einem anderen thread lesen, der „eine Kurve voraus“ heißt. Man muss das so drastisch sagen, denn offensichtlich scheinen solche Leute die Augen vor der Realität zu verschließen oder sie mit ihrer Computer- Spielewelt zu vermischen oder gar zu verwechseln.

Nur dass der öffentliche Straßenverkehr eben kein Spiel ist, in dem man ggf. mehrere Leben hat. Man hat nur eines.    

Weiter im lustigen Filmchen:

Bei 2:05 rast der SuMo – Fahrer an einem Polizeibeamten vorbei, der ihm Haltezeichen gibt.

Das finden ein paar Hohlköpfe der genannten community noch megalustig.

Aus Sicht des Beamten jedoch rast der Typ auf ihn zu. Das kann als ein versuchtes Tötungsdelikt, mit den entsprechenden rechtlichen Konsequenzen, auch für polizeiliches Handeln, gewertet werden.

Abgesehen davon hätte der Fahrer des Motorrads auch gar nicht mehr anhalten können. Auch nicht, wenn da ein Unfall gewesen wäre, ein Laster eine Ladung Holz verloren hätte, oder ein sonstiges Hindernis auf der Fahrbahn gewesen wäre.

Ist wie im Ballerspiel. Wieder einer weg geputzt. Leider dann blutige Realität, aber der mediale Schwachsinn dauert noch 2 Minuten und 52 Sekunden.

Bei 2:17 beweist der Fahrer der blauen Kawasaki, welch Geistes Kind er ist, indem er sich andeutungsweise einen runterholt. Da kann einem nur die Freundin leidtun, falls der überhaupt eine hat.

2:26: Der „Knieschleifer“ befindet sich mit dem ganzen Körper auf der Gegenfahrbahn, ein PKW kommt entgegen. Der Film wird an genau dieser Stelle geschnitten. Wenn der Motorradfahrer das überlebt hat, dann nur weil der Autofahrer reagiert hat.

Dagegen sind die albernen Hinterradfahrer die danach kommen, schon was zum Gähnen, und bei 4:23 schmeißt der Fahrer des roten Motorrades, vermutlich eine Suzuki, seine Karre auch noch in die Pampa.

Der Schnitt erfolgt in dem Moment, in dem der Fahrer –von seiner eigenen Helmkamera gefilmt – mit Karacho auf ein stabiles Kurvenschild zuschliddert. Wäre interessant zu wissen, wie es ausging. Die Chancen für Exitus oder Amputation stehen jedenfalls nicht schlecht.

Ich könnte kotzen, wenn ich sowas sehen muss und es genug Clowns gibt, die das toll finden.

 

Diese Leute pflegen einen lebensgefährlich riskanten Fahrstil auf öffentlichen Straßen, der irgendwann tödlich endet.

Solange die sich nur selbst umbringen, könnte man sagen, ist das im Prinzip zu verschmerzen. Im Fall dieses Bernd war's ein Traktoranhänger voll Mais. An dem ist nicht einmal Sachschaden entstanden. Na denn - meinetwegen, könnte man versucht sein, zu sagen.

Aber auch diese Kamikaze-Piloten haben Eltern, Angehörige und Freunde, die unter einem Totalverlust schwer zu leiden haben. Unter einem Teilverlust bei abgetrennten Gliedmaßen oder Lähmungen übrigens auch.

Dummerweise reißen diese Leute aber oft auch andere in den Tod, wenn sie ihre riskanten Spielchen machen.

Letztlich wird man seitens der Politik mit drastischen Strafen und mit konsequentem Entzug der Fahrerlaubnis reagieren,  das ist eine Frage der Zeit

Unbelehrbare, die das auch noch in Videos oder durch entsprechende patches am Motorrad dokumentieren ("Knieschleifer - nicht therapierbar") können sogar mit lebenslangem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Aber strengere und engmaschigere Kontrollen, Streckenverbote und weitere repressive Maßnahmen, duie zwangsläufig folgen werden, treffen nun einmal alle Motorradfahrerinnen und –fahrer, anstatt diesen –zum Glück noch kleinen- Anteil  lebensverneinender Verrückter, denn viel Grips kann man Leuten, die so fahren, wohl kaum bescheinigen.

Man sollte diese Minderheit daher nicht tolerieren, auf keinen Fall hofieren, sondern am besten ausgrenzen.

Diese Spinner bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit auf ihr verantwortungsloses Handeln hinweisen und klar machen, dass ein paar wenige den Ruf der Motorradfahrer in den Dreck ziehen. Das gilt es ebenso zu verhindern, wie jeden weiteren Toten, der einer zuviel ist.

18. November 2014

Die Diskussion um action cams ebbt nicht ab. Verschiedene Stellen denken über Verbote nach.

Bisherige Urteile aus Österreich und Ansbach bezogen sich auf den Datzenschutz und verbaten eine Videoüberwachung durch Privatleute. Was ist aber mit den beliebten action - cams an Helm oder Bike ? Fallen auch die unter das dash-cam-Überwaschungsverbot ? Sind sie gefährlich und muss man sie verbieten ?

Hierzu ein Beitrag des SWR Fernsehens vom 6.11.2014.

Zahlreiche Klicks im Internet für waghalsige und verantwortungslose Fahrmanöver geben diesen Leuten das Gefühl, etwas "Besonderes" zu sein.

Und sie finden meist unter ähnlich einfach strukturierten Video-Guckern ihre Bewunderer. In nachfolgendem Beitrag des SWR ist ein -vermutlich facebook - Eintrag zu lesen, (02:12) der dem Hauptdarsteller "Eier aus Stahl" attestiert, weil er bei Regen und Gewitter mit 300 km/h über eine - wie es aussieht - Landstraße bügelt.

Eier aus Stahl hat der sicher nicht. Ich würde die körperliche Anomalie an einer anderen Stelle suchen:

 

 

Hier gehts zum Video: